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HintergrundDas palästinensische Volk lebt seit Jahrzehnten unter militärischer Besatzung, die sich in den letzten Monaten und Jahren zunehmend verschärft hat. Die UNO-Menschenrechtskommission, Amnesty International und zahlreiche internationale Delegationen haben immer wieder zu internationalem Schutz für die Palästinenser aufgerufen, da Israel weiterhin das internationale Recht, UN-Resolutionen und die Genfer Konventionen missachtet, was zu groben Menschenrechtsverletzungen führt. Ihre Sorge richtet sich vor allem auf die unverhältnismäßige Gewalt von Seiten der israelischen Regierung gegen das palästinensische Volk und die daraus resultierenden horrenden Lebensbedingungen: Straßensperren, Checkpoints und die teilweise willkürlichen und tagelangen Ausgangssperren lähmen das Leben der Palästinenser und blockieren deren Bewegungsfreiheit im eigenen Dorf und in der nächsten Umgebung. Lebensmittelversorgung, medizinische Hilfe, Müllentsorgung und anderes mehr werden oft unmöglich gemacht. Der Weg ins Krankenhaus, zur Schule, Universität oder Arbeit wird verhindert. Das hat zur Folge, dass kranke Leute häufig nicht behandelt werden können, die Schulbildung unterbrochen wird, mindestens 70% der Bevölkerung arbeitslos sind oder nicht zur Arbeit gelangen können. Panzer fahren durch Städte und Dörfer, Häuser und Wohnungen werden scheinbar willkürlich von israelischen Soldaten eingenommen. Die Menschen können aufgrund von Schießereien und militärischer Belagerung nächtelang nicht schlafen und entwickeln psychosomatische Stresssymptome, wie zum Beispiel Bettnässen bei Kindern und Diabetes bei Erwachsenen. Tausende Menschen (darunter Palästinenser, Israelis und Internationale) sind getötet oder verletzt worden. Die Hintergründe der Intifada und die Auswirkungen der militärischen Besatzung auf das Leben der Palästinenser müssen an die israelische und internationale Öffentlichkeit gelangen. Die Medien berichten oberflächlich. Es wird selten oder gar nicht über Dörfer berichtet, die tagelang unter Ausgangssperre leiden, wie Palästinenser versuchen, trotz Besatzung ihren Alltag zu leben, geschweige denn deren Erfahrungen mit den teilweise direkt angrenzenden illegalen israelischen Siedlungen. Diese Tatsachen sind wie ein blinder Fleck im Blick der Weltöffentlichkeit. Die israelischen Siedlungen, die nach internationalem Gesetz illegal sind, breiten sich in den besetzten Gebieten immer mehr aus. Um diese Siedlungen zu bauen, werden palästinensisches Land enteignet und die überlebenswichtigen Olivenhaine zerstört. Wasser wird zu den Siedlungen umgeleitet, Verbindungsstraßen zwischen den Siedlungen durchziehen die besetzten Gebiete und umschlängeln bzw. trennen palästinensische Dörfer. Das tägliche Leben der Palästinenser geht fast lautlos unter teilweise unzumutbaren Bedingungen vor sich, ohne von der Welt bemerkt zu werden. |
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